KfW Award GründerChampions 2016 Landes- und Bundessieger

Bundessieger wurde in diesem Jahr der brandenburgische Landessieger, die Firma Havelländische Zink-Druckguss GmbH & Co. KG mit Sitz in Premnitz. Sie konnte sich als führender Anbieter für Zink-Druckgusserzeugnisse gegen die 15 weiteren Landessieger durchsetzen. Im Rahmen der Preisverleihung und Auftaktveranstaltung der Deutschen Gründer- und Unternehmertage (deGUT) im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin, vor etwa 300 Gästen, nahm Petar Marovic für sein Unternehmen die Auszeichnung und das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro entgegen. Ausgewählt wurde das Siegerunternehmen durch eine Jury von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft, Landesförderinstituten sowie Industrie- und Handelskammern.

Quelle: KfW-Bankengruppe

Havelländische Zink-Druckguss GmbH & Co. KG
Ausgezeichnet wird ein Unternehmen, das im Rahmen einer externen Nachfolge gegründet wurde. Ins Leben gerufen hat die HZD Michael Schönberg im Jahr 1992, damals standen alle Zeichen auf Wachstum. In den folgenden 20 Jahren erfuhr das Unternehmen eine gesunde Entwicklung und zeigt sich als einer der in Deutschland führenden Anbieter für Zink-Druckgusserzeugnisse. Von Baubeschlag bis hin zu anspruchsvollen Oberflächenteilen steht HZD seit jeher für Erzeugnisse von höchster Gießpräzision. Doch Märkte ändern sich. Die Ansprüche an ein produzierendes Unternehmen verschärften sich zunehmend. Die letzten Jahre waren zudem von finanzieller Schwäche im Lichte der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt und wirkten so auch auf die HZD belastend. Herr Schönberg erkannte, dass die Führung des Familienunternehmens durch einen externen Branchenexperten unterstützt werden sollte. So wurde Petar Marovic zu Beginn des Jahres 2015 in die Geschäftsführung der HZD berufen und leitete fortan den strukturierten Auf- und Umbau der Vertriebsaktivitäten. Herr Marovic blickt zurück auf über 20 Jahre Erfahrung in der Automotive-Industrie und war u. a. Werkleiter eines US-amerikanischen Standorts eines großen Automobilzulieferers. Doch dabei sollte es nicht bleiben. „Erfahrung und Zahlen sind zwar wichtig, aber beim Thema Nachfolge geht es nicht nur um Kopf-, sondern auch um Bauchentscheidungen. Im Idealfall sollte man sich auf Anhieb mit dem Nachfolger verstehen und einfach spüren, dass er zum Unternehmen passt.“, so beschrieb Schönberg den kurz darauf beginnenden Prozess der Unternehmensnachfolge. Die Übernahme erfolgte harmonisch und voller gegenseitiger Wertschätzung im Jahr 2016.